der Bildungsgarten

Für Kinder von 1 bis 4 Jahren

In „der Bildungsgarten“ bilden und betreuen wir teiloffen in drei altershomogenen Gruppen mit einer maximalen Gruppenstärke von zehn Kindern.

„Kinder brauchen Wurzeln und Flügel. Wurzeln, um zu wissen, wo sie herkommen und Flügel, um die Welt zu erkunden.“
Johann Wolfgang von Goethe, Berliner Bildungsprogramm

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Unsere pädagogische Konzeption versteht sich als ein bildungs- und kindorientiertes Konzept nach dem Vorbild des Berliner Bildungsprogramms, das als Rahmengrundlage dient. Unsere Konzeption weist darüber hinaus folgende Schwerpunkte auf:

  • mehrsprachiges Lernen,
  • musikalische Früherziehung,
  • individuelles Lernen in der Gruppe,
  • Bewegung und Gesundheit.

Im Mittelpunkt steht für uns das Kind mit all seinen Bedürfnissen, Besonderheiten und Fähigkeiten. Wir sehen das Kind mit seinen Stärken, mit seinen Talenten und Interessen und nehmen auch Schwächen wahr. Unsere Aufgabe ist es, die Kinder zu begleiten und in ihren Selbstbildungsprozessen zu unterstützen. Grundvoraussetzung für Bildung ist das Wohlfühlen. Nur wenn Kinder sich wohlfühlen und sich ihrer selbst bewusst sind, nehmen sie Bildungsangebote an, lernen und erforschen neugierig ihre Umgebung. Wir möchten einerseits, dass Kinder ihre Herkunft kennen, sich ihrer Familienkultur bewusst sind und sich wohl in ihrem Körper fühlen und andererseits, dass sie mutig ihre Umgebung erforschen, offen für andere Kulturen und Sprachen sind und selbstbewusst in die Welt gehen.

Bildungs- und Erziehungsziele

Wir unterstützen und begleiten Kinder bestmöglich in ihren Bildungsbemühungen individuell. Somit wird die Kindergartenzeit ein wichtiger Teil der persönlichen Biographie der Kinder. Die frühen Jahre zwischen 0 und 6 Jahren sind nicht umsonst so wichtig für die Entwicklung, also nutzen wir diese besondere Zeit mit den Eltern zusammen und fördern die Kinder in ihrem natürlichen Sprachtalent (Bilingualität), ihrer Bewegung und Koordination, in mathematischen Grunderfahrungen und ihrem Technikverständnis, im musischen und künstlerisch-kreativen Bereich, sowie in ihren sozialen Kompetenzen. Unsere Bildungs- und Erziehungsziele sind entsprechend unserer Bildungsschwerpunkte gegliedert:

Mehrsprachiges Lernen

Beim mehrsprachigen Lernen, gleich ob die Kinder aus einem einsprachigen oder mehrsprachigen Familienumfeld stammen, geht es uns insbesondere um das Kennenlernen, Erkennen und Annehmen verschiedener Sprachen. Da Sprache wichtiges Ausdrucksmerkmal einer Kultur ist, übertragen wir das mehrsprachige Lernen gleichermaßen auf den Bildungsbereich der „sozialen und kulturellen Umwelt“. Die Kinder sind durch den Umgang mit Muttersprachlern der deutschen und spanischen Sprache umgeben und lernen die Unterschiede kennen. Wir leben das Prinzip „eine Person – eine Sprache“, so dass jede Person bei uns ununterbrochen in ihrer Muttersprache mit den Kindern kommuniziert.

Depositphotos_5433902_XXLMusikalische Früherziehung

„Es gibt Bereiche der Seele, die nur durch die Musik beleuchtet werden.“
Zoltán Kodály, Berliner Bildungsprogramm

Musik ist ein wichtiges Ausdrucksmittel menschlicher Emotionen und eine Quelle großen Genusses. Wir wollen den Kindern Freude an Melodie, Instrumenten, Rhythmus und Tonhöhe vermitteln. Das Musikangebot wird bilingual angeboten, so dass das mehrsprachige Konzept hier einen besonderen Stellenwert genießt. In dem die Kinder in Deutsch und Spanisch singen, werden sie sich der anderen Sprache nochmal auf der musikalischen Ebene bewusst und es fällt ihnen leichter, diese zu benutzen. In alltäglichen Situationen wie dem Zähneputzen, Händewaschen, am Tisch sitzen, Aufräumen oder Spazierengehen singen wir entsprechende Lieder und lassen die Kinder musikalisch ihre Handlung begleiten. Wöchentlich besucht uns eine argentinische Musikpädagogin und bereichert so zusätzlich unseren musischen Bildungsbereich enorm.

Individuelles Lernen in der Gruppe

Zu Beginn der Kindergartenzeit führen wir mit allen Eltern ein persönliches Gespräch über die Familie und insbesondere über das Kindergartenkind. So lernen wir die Werte, Traditionen und Vorlieben der Kinder in ihrem Familienkontext kennen und können von Beginn an darauf eingehen. So schenken wir jedem Kind und jeder Familie die gleiche wertschätzende Aufmerksamkeit und nehmen sie als Lerngemeinschaft in unseren Kindergarten auf. Da in der heutigen Gesellschaft die Kindheit und das Leben drum herum individualisiert wirkt, ohne wirklich auf die Bedürfnisse der einzelnen einzugehen, befähigen wir unsere Kinder im Kindergarten dazu, sich und ihre Person, ihren Körper, ihre Interessen, Bedürfnisse und Wünsche kennenzulernen, ernst zu nehmen und auszudrücken. Unsere Kinder sollen ihre persönlichen Grenzen kennenlernen und verbalisieren, um gleichzeitig zu verstehen, dass auch andere Kinder/ Personen Grenzen haben, die wir akzeptieren und respektieren. Das Individuelle Lernen in der Gemeinschaft beinhaltet das Lernen von Ich- und sozialen Kompetenzen von der eigenen Person ausgehend und auf die Gruppe übertragend.

So ist auch unser Ziel, starke Persönlichkeiten zu fördern und sie zu begleiten, zusammen in und mit der Gruppe zu kooperieren, Kompromisse zu schließen, zu diskutieren, sich abzusprechen und zu vereinbaren- vom starken Ich zum starken Wir.

Bewegung und Gesundheit

Bewegungsangebote sind uns sehr wichtig, da sie die Koordination, Gelenkigkeit und Ausdauer, sowie ein gesundes Körpergefühl unterstützen. Diese werden wöchentlich in den „Projektkreisen“ und unserer Zeit auf dem Spielplatz eingebunden. Auch in der Freispielzeit können die Kinder in unserem Bewegungsraum mit Bewegungsbausteinen hantieren, klettern, rennen oder Ball spielen. Darüber hinaus gibt es zusätzlich mehrere Bewegungsangebote für unsere Kinder. Tägliche Spielplatz- und Spaziergehzeiten sichern die Bewegung an frischer Luft, wobei dieses Angebot durch gelegentliche Ausflüge ergänzt wird, so dass die Kinder neben der Bewegung auch ein sicheres Umgebungsbewusstsein erlangen. Neben der Bewegung spielt die Körperwahrnehmung eine entscheidende Rolle, so geht es täglich darum seinen eigenen Körper zu spüren, auf Signale zu achten, diese verbal und nonverbal äußern zu lernen und zu erfahren, dass die Bedürfnisse von den ErzieherInnen und den Kindern wahrgenommen werden. Kinder lernen mit Nähe und Distanz umzugehen und eigene Grenzen zu spüren und zu äußern.

Das freie Spiel

„Spielen ist die frühe Form der geistigen Bildung.
Durch Spiel wird die Welt entdeckt und erobert.“
Friedrich Fröbel 1782-1852

Freispiel bedeutet, dass das Kind eigenständig eine freie Auswahl von Spielpartnern, Spielorten, Spielmaterial und Spieldauer treffen kann. Es ist zweckfrei, spontan und freiwillig. In dieser Zeit ist das Kind der Hauptakteur seines Tuns und seiner Bedürfnisse. Das Kind erobert und erkundet im Spiel seine Welt, erprobt seine Möglichkeiten und verarbeitet seine Erlebnisse und Eindrücke. Das Spielbedürfnis ist angeboren und Kinder verfolgen ihren inneren Forscherdrang.

Die Freispielzeit nimmt im Tagesablauf eines Kindes den größten Zeitraum ein und wird durch tagesstrukturierte Elemente (Projektkreis, Essen, Schlafen, Rausgehen) unterbrochen. In unserem Kitaalltag haben die Kinder täglich am Vormittag ca. 2 bis 3 Stunden und am Nachmittag circa 2 bis 3 Stunden für das Freispiel.

Die PädagogInnen schaffen in dieser Zeit die Voraussetzungen, sie stellen eine vorbereitete und anregende Umgebung her, beobachten was für die Kinder aktuell ist und schützen es vor Gefahren ohne es zu stören oder zu hindern. Die PädagogInnen greifen, wenn möglich, nicht in das Spiel ein.

Kontakt

Montessori Stiftung Berlin
Gubener Straße 46
10243 Berlin

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  • "der Bildungsraum": 0175 / 915 25 14
  • "der Bildungsgarten": 0176 / 969 975 72
  • "der Bildungshaus": 0176 / 532 182 46
  • E-Mail: bildung.bewegt[at]web[punkt]de

Bildung bewegt

Der gemeinnützige Träger Bildung bewegt e.V. eröffnete zwischen 2009 und 2014 drei deutsch-spanische Kindertagestätten in Berlin. Ab 2017 werden diese Kindertagesstätten in Friedrichshain und Lichtenberg unter dem Dach der Montessori Stiftung Berlin als Träger betrieben.